Im Wald der in die Geschichte einging

Das Ziel diesmal, der Hürtgenwald.
Gegen Ende des 2. Weltkriegs erfolgte im Hürtgenwald eine der größten Feldschlachten der Amerikaner auf deutschem Gebiet und den Truppen Hitlerdeutschlands.
Annähernd 60000 Soldaten fielen in wenigen Tagen auf beiden Seiten der Front dem Wahnsinn Krieg zum Opfer.
Informationen dazu hier im Wikilink
Allerdings hat trotz der ganzen Opfer bis zum heutigen Tag niemand daraus gelernt.

Ein wenig bedückend war dieses Wissen dennoch, irgendwie gehört es ja zur Deutschen Geschichte.
In Begleitung von Hans startete ich in Zerkall am Infoparkplatz „Nationalpark Eifel“ mit der Tour.
Die ersten Meter noch ein Klacks aber dennoch Berg an und ab.
Bis zur Stelle wo jemand die Brücke geklaut hat 😀

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Knietief durchs eiskalte Nass, auf das Nass folgte ein 1000m langer Brennnesselpfad.
Jetzt waren wir fit!

Ein trauriges Andenken am Wegesrand zeigte uns an wo wir uns befanden. Gleich daneben ein mit viel Liebe restauriertes altes Junker Haus.

Die alten Abwehrlinien waren ganz nah, von nun an steill Berg hoch um die Höhenlinie des Waldes zu erreichen.

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Rote Stangen im Wald ?
Wozu ?
Fährt hier im Winter der Schneepflug?

Leider nein!

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Unter Lebensgefahr und für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz.
Nach kurzem Gespräch mit einem Mitarbeiter steht fest: Wir sind mittendrin.
Die unzählige roten Stangen im Wald zeigen je eine Mine in einem riesigen Minenfeld an.
Diese werden nach und nach vom Team entschärft und geborgen.

Kampfgebiet und Gräberfeld alles in einem, uns wird ein wenig flau im Bauch. Welch Wahnsinn spielte sich hier ab.

Weiter des Weges immer wieder gesprengte Bunker und Wald, Wald soweit das Auge reicht, fast so als ob hier nie etwas geschehen wäre.
Heilt die Zeit alle Wunden?
Die Natur macht es vor, ob dem Menschen dies auch einmal gelingt?

Aus dem für uns ersichtlichen ehem. Kampfgebiet heraus, führt uns der Weg immer wieder auf und ab.

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Omas Hütte ? Wo ist der Wolf ?


Nideggen mit seinen imposanten roten Kalksteinfelsen ist erreicht und die Tour nach der letzen Abfahrt durch die Sandsteintrails bei 56km und 1600hm beendet.

Eine weitere wirklich schöne, nachdenkliche und Streckenweise schon grandiose Runde wie immer viel zu schnell vorüber.
Ein Wiederkommen ist fest im Plan.

Profil
Ein letzter Blick auf die Zacken und Macken.

Weitere Inspirationen zum Hürtgenwald findet ihr im Blog der Vennbiker.

Wutz on Wheelz

Hans und Tom

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